Liebe Freunde der Dunklen Biene,
Ich habe untentstehenden Brief von Reto Soland erhalten. Er bezieht sich aber auf die gesamte "Zucht- und Prüfgemeinschaft Dunkle Biene Schweiz". Wir bitten um freundliche Beachtung, hier nun die Mitteilung:
Wachsendes Interesse an der Dunklen Biene in Deutschland hat in den letzten Jahren zu vermehrten Bestellungen von Königinnen aus der Schweiz geführt. Gleichzeitig hat sich in Deutschland eine Reihe länderbezogener Interessengemeinschaften gebildet, die zur langjährigen Gemeinschaft zum Erhalt der Dunklen Biene e. V. hinzugestossen sind.
Persönlich bin ich der Auffassung, dass in Deutschland mit der Vergemeinschaftung der Freunde, Halter und Züchter´der Dunklen Biene eine bedeutende Entwicklung vor sich geht, die gegenüber dem individualistischen Ansatz, sich im Alleingang Dunkle Bienen zu besorgen, klar Vorrang hat.
Geradezu ideal wäre es,wenn Halter und Freunde der Dunklen Biene mit der Züchterschaft des nächstliegenden, die Dunkle Biene haltenden Nachbarlandes kooperieren und die Zucht und Erhaltungsbestrebungen in den jeweiligen Ländern mittragen würden. Polen, Schweden, Norwegen, Dänemark, Belgien, Frankreich, die Schweiz und Österreich gehören hier dazu.
Ein fruchtbares Geben und Nehmen, sowie praktische und theoretische Wissensbildung und gemeinsames Tragen von Verantwortung entstünde aus solcher Zusammenarbeit, die sich bald an praktischen Erfolgen messen lassen könnte. Nur schon die Registrierung der Bestände an Dunklen Bienen ist ein wichtiger erster Schritt in dieser Hinsicht. Dagegen bringt es der Dunklen Biene m.E. wenig, wenn einzelne Halter punktuell Königinnen erwerben, die bald in einem Hybridgemisch untergehen. Nachhaltige Förderung der Dunklen Biene übersteigt den Privatrahmen einer Imkerin/eines Imkers und ein solches Aufbauwerk kann kaum gelingen, wenn „die eine Hand nicht weiss, was die andere tut.“
In diesem Sinne sehen wir davon ab, Königinnen aus unseren Zuchten zu exportieren.
.
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.
Reto Soland
------------------------
Kommentar:
Da es zu Missverständnissen kam, hier noch eine Erläuterung: Für Zuchtbemühungen wie unseren IGs oder den Zuchtverband stehen selbstverständlich weiterhin Königinnen auch aus der Zucht- und Prüfgemeinschaft der Schweiz zur Verfügung.